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Die Zukunft beginnt in der Future Technology Zone

Neues Ausstellungskonzept von John Deere auf der AGRITECHNICA 2019

Mannheim, 10. November 2019 – Auf der diesjährigen AGRITECHNICA demonstriert John Deere in der Future Technology Zone die führende Position im Bereich der Präzisionslandwirtschaft. Neun verschiedene Entwicklungen und Studien aus den Bereichen Elektrifizierung, Autonomie durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz zeigen, wie die Landwirtschaft zukünftig noch nachhaltiger und produktiver arbeiten könnte.

Elektrifizierung

Elektro-Kompaktschlepper: Dieser Schlepper basiert auf der John Deere 1er-Traktorenbaureihe. Das Besondere der Studie ist die hohe verfügbare Zapfwellenleistung. Mit einer Batterieladung können über 10.000 m² Rasenfläche gemäht werden. Die Ladezeit der Batterie beträgt 4,5 Stunden. Die Kunden profitieren neben der hohen Leistung von einem sehr geringen Wartungsaufwand. Mögliche Einsatzbereiche gibt es vor allem dort, wo es auf geringe Geräuschpegel und den emissionsfreien Betrieb ankommt.

eAutoPowr-Getriebe: Das eAutoPowr ist das erste stufenlose Getriebe mit elektrisch-mechanischer Leistungsverzweigung. Im Unterschied zu den herkömmlichen Stufenlosgetrieben ist der Antrieb effizienter und verschleißfrei. Eine weitere Besonderheit ist die Bereitstellung von bis zu 100 kW elektrischer Leistung für externe Verbraucher. Als Anwendungsbeispiel hat John Deere zusammen mit Joskin einen Güllewagen mit zwei elektrisch angetriebenen Triebachsen entwickelt. Dank dieses 8-Rad-Antriebs ist eine deutlich effizientere Zugkraftübertragung möglich. Dadurch können die Kosten bei der Gülleeinarbeitung um bis zu 25% reduziert werden. Weitere Infos finden Sie in der separaten Pressemeldung zum eAutoPowr Getriebe.

Autonomie durch Automatisierung

Autonomer Elektrischer Traktor: John Deere stellt ein neues autonomes Traktorkonzept vor. Es handelt sich dabei um eine sehr kompakte Antriebseinheit mit integriertem Anbaugerät. Der Traktor verfügt über eine elektrische Gesamtleistung von 500 kW und lässt sich wahlweise mit Rädern oder Raupenlaufwerken ausstatten. Je nach Einsatzspektrum ist ein flexibles Ballastieren von 5 bis 15 t möglich. Dadurch lassen sich Bodenverdichtungen reduzieren.
Dank des elektrischen Antriebs treten beim Einsatz keine Emissionen auf. Gleichzeitig ist der Geräuschpegel extrem gering. Weitere Vorteile sind die geringen Wartungskosten und der geringe Verschleiß.

Teilautonomer Traktor: Dieser Traktor fährt teilautonom und ist mit einer integrierten Pflanzenschutzspritze ausgestattet. Mit der integrierten Kamera-Steuerung kann in Reihenkulturen gearbeitet werden. Ein Anwendungsbeispiel ist der Pflanzenschutz in Obstbaumkulturen. Die Befüllung erfolgt vollautomatisch an einer Tankstation. Somit kommt der Anwender nicht mit den Pflanzenschutzmitteln in Kontakt. Gleichzeitig lässt sich der Mittelaufwand reduzieren und die Produktivität um über 30% steigern.

Autonome Drohnen gezielter Pflanzenschutz: Diese Drohne ist mit einem Unkrautscanner und einer Pflanzenschutzspritze ausgestattet. Somit lassen sich Unkräuter aus der Luft scannen und anschließend gezielt bekämpfen. Der 10.6L l Tank wird vollautomatisch in einer Feldrandstation befüllt. Dort erfolgt auch der automatische Batteriewechsel. Die Flugdauer einer Batterieladung liegt bei 30 Minuten.
Der größte Vorteil der dieser Drohne liegt in der punktgenauen Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Dadurch lässt sich der Pflanzenschutzmittelaufwand deutlich reduzieren. Die Ausbringung aus der Luft ist außerdem unabhängig von der Befahrbarkeit der Böden möglich.

Autonome Pflanzenschutzspritze: Diese neuartige autonome Spritze verfügt über einen 560 l Spritzmittelbehälter. Auffällig ist die hohe Bodenfreiheit von 1,9 m und die Vierrad-Lenkung, die eine enorme Wendigkeit ermöglicht. Aufgrund der Raupenlaufwerke lässt sich der Bodendruck minimieren und das Einsatzfenster deutlich ausweiten.

Künstliche Intelligenz

Blue River Technology: Mit der See & Spray Technologie können Einzelpflanzen gezielt behandelt werden. Die hochauflösenden Kameras erfassen 20 Bilder pro Sekunde. Anhand der Bilder und der künstlichen Intelligenz erkennt das System den Unterschied zwischen Kulturpflanzen und Unkräutern. Anschließend werden die Einzelpflanzen gezielt behandelt. Mit dieser neuen Generation der Unkrautbekämpfung kann der Pflanzenschutzmittelaufwand extrem reduziert werden.

Command Cab: Die Zukunftsvision einer Fahrerkabine zeigt neue Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz auf. Mit der Joystick-Steuerung, dem Touchscreen Bildschirm und der Vernetzung aller Maschinenkomponenten stellt John Deere ein völlig neues Bedienkonzept vor. Über die Einbindung von Echtzeit-Wetterdaten, individuelle Voreinstellungen und die Auftragsverwaltung wird die Kabine zur Kommandozentrale für den landwirtschaftlichen Betrieb.

VoloDrone: Die gemeinsam von John Deere und Volocopter entwickelte Großdrohne hat einen Durchmesser von 9,2 m und wird von 18 Rotoren angetrieben. Sie verfügt über einen vollelektrischen Antrieb mit austauschbaren Lithium-Ionen-Batterien. Eine Batterieladung ermöglicht eine Flugzeit von bis zu 30 Minuten. Die VoloDrone kann sowohl ferngesteuert als auch automatisiert, auf einer vorprogrammierten Route eingesetzt werden.
Der Rahmen der Drohne ist mit einem flexiblen Geräte-Aufnahmesystem ausgestattet. Dadurch können je nach Einsatz unterschiedliche Vorrichtungen montiert werden. Für den Pflanzenschutz ist die Großdrohne mit zwei Pflanzenschutzmittelbehältern, einer Pumpe und einem Spritzbalken bestückt. Dank der niedrigen Flughöhe können enorme Flächenleistungen von bis zu 6 ha pro Stunde erreicht werden.